Bedrunka + Hirth als „Gesundes Unternehmen“ zertifiziert

Mitarbeiter coachen wie Hochleistungssportler

 

Wer Top-Leistungen im Sport bringen will, braucht neben höchster körperlicher Fitness und mentaler Stärke vor allem professionelle Trainingsbedingungen, physiotherapeutische Betreuung sowie eine auf die Belastung abgestimmte Ernährung. Kann die Personalwirtschaft daraus lernen? Liegt der Schlüssel zum Erfolg womöglich darin, diejenigen, die Höchstleistungen für ein Unternehmen bringen sollen, ähnlich umfassend zu coachen? Diesen Gedanken verfolgen nicht nur Großkonzerne wie Google, sondern auch immer mehr innovative Mittelstandsbetriebe wie etwa die Firma Bedrunka + Hirth. Der Betriebseinrichtungsspezialist aus dem baden-württembergischen Bräunlingen ließ sich jetzt als eines der ersten Unternehmen von der Charta Gesundes Unternehmen zertifizieren. Der umfassende Prüfbericht bescheinigt der Geschäftsführung ein vorbildliches Gesundheitsmanagement, das nicht nur Produktion und Produkte, sondern auch die Personalführung umfasst.

 

Mit dem Zertifikat bekam B+H-Geschäftsführer Ludwig Kellner nun schwarz auf weiß, was die Freiburger Wissenschaftlerin Dr. Ursula Reck-Hog vom Institut für Sozialforschung und Organisationsberatung mit der charmanten Formulierung „Schönes Arbeitsklima“ auf den Punkt bringt. Belegt wird dies jedoch durch harte Fakten und ein anspruchsvolles Prüfverfahren, das die erfahrene Expertin für Qualitäts- und Umweltmanagement, Assessorin der European Foundation for Quality Management (EFQM) und Mitglied der Initiative Ludwig-Erhard-Preis im Auftrag der Charta Gesundes Unternehmen entwickelt und durchgeführt hat.

 

Geprüft wurde unter anderem, inwieweit sich das Unternehmen bei der Gestaltung seiner Produkte von gesundheitsrelevanten Grundprinzipien leiten lässt. Bedrunka + Hirth produziert unter anderem modulare Arbeitsplatzsysteme wie höhenverstellbare Schwerlasttische, die auch individuell abgestimmte Ausleuchtung und Greifraumoptimierung bieten. Die Prüferin untersuchte aber auch die Umsetzung im Unternehmen selbst, Arbeitsbedingungen und Arbeitssicherheit. Kennziffern wie die Fluktuationsrate wurden ebenso einbezogen wie Ergebnisse einer umfangreichen Mitarbeiterbefragung.

 

Positiv fiel zudem ins Gewicht, dass Bedrunka + Hirth über ein ausgefeiltes Konzept verfügt, das Beschäftigten verschiedene Einzelangebote für Bewegung und sportliche Aktivitäten, Workshops für gesunde Ernährung sowie Freizeitaktivitäten bietet. Kombiniert wird dies mit einer betriebsärztlichen Betreuung, dem Angebot etwa eines Dienstfahrrades, attraktiven Arbeitszeitmodellen und Qualifizierungsmöglichkeiten. „Es ist wichtig, Beruf, Familie, soziale Aktivitäten und Freizeit im Gleichgewicht zu halten“, betont Ludwig Kellner. Ergonomie ist für ihn seit über 15 Jahren die Triebfeder für Ideen und neue Produkte: „Der Mensch steht im Mittelpunkt, die Technik assistiert“, lautet sein Credo. Künftig wird bei Bedrunka + Hirth „Augmented Reality“ eine größere Rolle spielen, also das Prüfen und Messen per Bildschirm und Sensoren.

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